Protokoll der 5. GV 2019

 
 

 

Protokoll der 5. Generalversammlung 2019

Sonntag, 26. Mai 2019, Zofingen

 

Dieses Jahr wurde die Organisation der Generalversammlung durch die Sektion Aarau übernommen. Das Hotel Zofingen in Zofingen bot den perfekten familiären Rahmen, um das jährliche Treffen der MPV-Familie

durchzuführen.

63 Stimmberechtigte nahmen den Weg auf sich, um an der Generalversammlung teilzunehmen.

Seit 2015 ist es den Mitgliedern freigestellt, auch brieflich abzustimmen. Diese Möglichkeit nutzten 152 Mitglieder. Zusammen mit den anwesenden Stimmberechtigten entsprachen sie einer Stimmkraft von 215, die Stimmenmehrheit betrug demnach 108.

Schon vor Beginn der Generalversammlung war die Stimmung sehr locker, war es doch ein Wiedersehen unter Kolleginnen und Kollegen, während dem vieles besprochen wurde.

Im Namen der Verbandsleitung und der Teilnehmer ein grosses Dankeschön für die tadellose Organisation an die Sektion Aarau, aber auch dem gesamten Team des Hotels Zofingen für die exzellente Küche und den überaus freundlichen Service.

 

Traktandum 1: Begrüssung und Eröffnung der 5. GV

Es waren Esther Wildi und Daniela Meier, welche die Anwesenden in Namen ihrer Sektion in Deutsch und Französisch kurz willkommen hiessen und danach Albino Sterli für die formelle Eröffnung der Generalversammlung das Wort übergaben.

 

AS:

Albino Sterli:

«Herzlichen Dank an Esther und Daniela für Eure Willkommensworte und vor allem für Euer grosses Engagement.

Sehr gerne finden wir uns hier in Zofingen in diesem wundervollen Saal ein, um diese 5. GV durchzuführen. Bereits zum zweiten Mal findet das jährliche Treffen der MPV-Familie in Zofingen statt (erstmals im Jahr 1965). Dies verdanken wir Daniela Meier und Esther Wildi, die sich letztes Jahr in Bussigny spontan um die Organisation der GV 2019 beworben haben. Nochmals merci an diese zwei entscheidungsfreudige Damen.

Erlauben Sie mir, unsere sehr geschätzten Gäste zu begrüssen: Herr Dr. Ruedi Hadorn, Direktor des SFF.

Auch Dr. Guido Böhler, unser Chefredaktor von fa, hat sich hier in Zofingen eingefunden – besten Dank für Ihre Teilnahme.

Ich möchte Bruno Gervasi willkommen heissen, unser Dozent für die Deutschkurse, die der MPV innerhalb der Fleischbranche anbietet.

Ich begrüsse unsere anwesenden Ehrenmitglieder und Ehrenmitglieder mit besonderem Status:

Hans Bichsel , Roby Favre, Hansjörg Fischer, Paul Krähenbühl, Werner Sidler.

Ich begrüsse die anwesenden Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission: Roby Favre und Esther Wildi.

Die meisten Hausverbände haben sich durch die Geschäftsstelle rsp. Verbandsleitung mit einer Delega vertreten lassen. Umso mehr freut es mich, heute zwei Vertreterinnen des Hausverbandes «Bell», Frau Noemi Windenberger und Renate Schulze, begrüssen zu dürfen.

Besonders schön ist es, unsere Manuela Bichsel begrüssen zu dürfen. Es freut mich persönlich sehr, dass Du heute wieder gesund und munter bei uns bist.

Speziell willkommen heisse ich Paul Santschi, unseren Kandidaten für die Vervollständigung der Verbandsleitung.

Selbstverständlich begrüsse ich die anwesende Verbandsleitung, namentlich Natalie Hugentobler, Toni Abbühl und Marco Domedi.

Und zuletzt begrüsse ich Tarek Arraki, Mitarbeitender auf der Geschäftsstelle in Zürich, und Giusy Meschi, MPV-Geschäftsführerin.

Wie bei uns üblich, werden die abwesenden, auch entschuldigten Mitglieder, nicht namentlich erwähnt.

 

Traktandum 2: Wahl der Stimmenzähler und des Wahlpräsidenten

Zuerst stelle ich fest, dass die Einladung an die Generalversammlung 2019, die Traktandenliste, der Jahresbericht und die Jahresrechnung 2018 fristgerecht jedem Mitglied via foodaktuell zugestellt wurden.

Ich komme auf Punkt 9 der Traktandenliste zurück, das heisst auf den Antrag der Verbandsleitung zur Schaffung eines Dienstleistungspaketes.

Aufgrund der eingegangenen schriftlichen Abstimmungen mussten wir mit grosser Bestürzung feststellen, dass das Dienstleistungspaket auf total 152 eingegangenen Stimmen 5 Nein-Stimmen und 87 Enthaltungen resultieren.

Auch wenn wir heute alle mit ja abstimmen würden, hätte das endgültige Resultat einen schalen Nachgeschmack und würde bei weitem nicht von jedem Mitglied unterstützt und verstanden werden. Im Gegenteil, wir befürchten, dass dies sogar zu einer Kündigungswelle der Mitglieder führen würde.

Wir können das Dienstleistungspaket nur anbieten, wenn eine grosse Mehrheit der Mitglieder dahinter steht und dieses auch finanziell trägt.

Die administrativen Arbeiten im Zusammenhang mit der Erstellung der separaten Rechnung für das Dienstleistungspaket sind das eine; mehr als kompliziert und kontraproduktiv wäre es, müssten wir den Betrag des Dienstleistungspaketes via Betreibung eintreiben, denn rein rechnerisch würde sich eine Betreibung in jedem Fall nicht lohnen.

Wir müssen aber jährlich im Voraus die Kosten für das Dienstleistungspaket tragen. Obwohl die momentane finanzielle Lage unseres Verbandes mehr als gesund ist können wir es uns nicht leisten, jährlich wissentlich einen finanziellen Verlust zu generieren.

Scheinbar ist ein grosser Teil unserer Mitglieder noch nicht soweit, die Vorzüge der angebotenen Dienstleistung zu würdigen; dazu kommt die Tatsache, dass vor allem unsere Freimitglieder, die aufgrund ihrer Status beitragsbefreit sind, sich wehren, das Dienstleistungspaket mit zu finanzieren.

Aus all diesen Ueberlegungen und nach zahlreichen Gesprächen zieht die Verbandsleitung den Antrag zurück, wobei es nicht auszuschliessen ist, dass wir in Zukunft darauf zurückkommen.

Hat es sonst noch Einwände zur Traktandenliste? Falls nicht würde ich gerne zum nächsten Punkt übergehen und die 5. GV formell eröffnen.

Die Festsetzung der Stimmenzahl erfolgt nach Art. 23, Abschnitt 7 der seit 18.5.2014 geltenden Verbandsstatuten. Beschlüsse der Generalversammlung werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Sowohl die Mitglieder der GPK als auch der Verbandsleitung stimmen mit. Bei Stimmengleichheit hat das Verbandspräsidium bzw. seine Stellvertretung den Stichentscheid. Die brieflich abgegebenen Stimmen werden dazugezählt. Als Stimmenzähler schlagen wir vor und bestätigen mit Applaus:

Manuela Bichsel

Es sind 215 Stimmen vertreten. Diese stellen sich wie folgt zusammen:

63 anwesende Stimmen, zusammen mit Verbandsleitung und GPK und Delegas

152 Stimmen, schriftlich eingegangen, inkl. Delegas

Gemäss Art. 23, Abschnitt 12 der Verbandsstatuten ist die Generalversammlung mit den anwesenden und den brieflich abgegebenen Stimmen beschlussfähig.

Total 215  Stimmen, die Stimmenmehrheit beträgt 108 Stimmen.

 

Traktandum 3: Genehmigung des Protokolls der 4. Generalversammlung des MPV vom 27.05.2018

Das Protokoll wurde in foodaktuell 12 und 13/2018 publiziert und ist auf der MPV-Homepage einsehbar.

Falls niemand Einwände dazu hat empfiehlt die Verbandsleitung die Annahme des Protokolls gemäss Publizierung:

 

Total 215 Stimmen         

Ja-Stimmen: 211

Nein-Stimmen: 1

Enthaltungen: 3

Angenommen mit 211 Stimmen

 

 

 

Traktandum 4: Ehrung der Verstorbenen

Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren

Mit Bedauern mussten wir bis 31.12.2018 von 34 Mitgliedern Abschied nehmen – Menschen, die an unseren Verband geglaubt haben und mit ihrem auch langjährigen Einsatz für unsere Werte als Arbeitnehmervertreter eingestanden sind.

 

Ce qu’un homme a apporté de bon au monde ne se perd jamais

C’est avec regret que nous avons dû prendre congé de 34 membres jusqu’au 31.12.2018 – des personnes qui ont cru à notre association et, par leur engagement tout au long de ces années, ont défendu nos valeurs en tant que représentants des travailleurs.

 

Peter Aschwanden                       Bauen

Gilbert Baud                                  Renens

Karl Baumann                               Fällanden

Fritz Bernhard                               Roggwil

Ernst Binotto                                 Gravesano

Jacques Bochud                             St-Légier

Erich Brüderli                                 Uster

Fritz Brülisauer                              Samedan

Silvio Buchmann                           Saland

Giuseppe Della Santa                   Lugano-Cassarate

Albert Ebneter                               Baden

Fritz Fankhauser                           Zuchwil.

Eduard Jost                                    Rüegsauschachen

Giovanni Käppeli                           Riehen

Werner Kaufmann                        Brienz

Walter Keller                                  Mandach

Ewald Kessler                                 Libingen

Fernand Monney                          Gillarens

Bruno Piatti                                    Lugano

Silvia Ramser-Vögeli                     Strohwilen

Charles Rochat                              Lausanne

Ernst Rüdisühli                              Cudrefin

Hanspeter Rüedi                           Schaffhausen

Franz Rumpler                               Arbon

Dario Sala                                       Pregassona

Paul Schneeberger                       Heimberg

Andrea Schumacher                    Basel

Manuela Schüpfer                        Oftringen

Josef Signer                                    Teufen

Georg Steiner                                Hettlingen

Franz Stöckli                                  Dagmersellen

Adolf Weber                                  Schmerikon

Max Zumstein                               Thunstetten

Denis Zürcher                               Château-d’Oex

 

Traktandum 5: Genehmigung des Jahresberichtes 2018

„Der Jahresbericht wurde allen Mitgliedern rechtzeitig zur GV zugestellt.

Falls niemand das Wort erwünscht empfiehlt die Verbandsleitung die Genehmigung des Jahresberichtes 2018 gemäss Publikation.“

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 212

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 3

Angenommen mit 212 Stimmen

 

Traktandum 6: Genehmigung der Jahresrechnungen und Entlastung der Organe

Traktandum 6.1 – 6.3

„Ich verweise auf die Seiten 14 bis 22 des Jahresberichtes 2018 und kläre gerne über die Zahlen auf.

Bericht und Antrag der GPK an die Generalversammlung 2019 betreffend Geschäfts- und Finanztätigkeit des Verbandes sind einsehbar.

Bericht und Antrag der Metreba AG an die Generalversammlung 2019 betreffend Geschäfts- und Finanztätigkeit der Stiftung sind einsehbar.

Es gingen keinerlei Anfragen an die Verbandsleitung oder Geschäftsstelle ein.

Falls es keine Wortmeldungen gibt bittet die Verbandsleitung um Genehmigung der Jahresrechnung des Verbandes 2018 und um Décharge der Organe

 

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 210

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 5

Angenommen mit 210 Stimmen

 

Traktandum 6.2: Jahresrechnung der Stiftung W + S 2018

Diese ist aus den Seiten 19 und 20 des Jahresberichtes 2018 ersichtlich.

Den Kommentar dazu lesen Sie auf Seite 20.“

Nachdem Stefan Bernet auf einen Druckfehler im Jahresbericht 2018 betreffend Jahresrechnung 2018 aufmerksam gemacht hatte und keine weiteren Wortmeldungen eingingen bat Albino Sterli im Namen der Verbandsleitung um Genehmigung der Jahresrechnung der Stiftung W + S 2018 und um Décharge der Organe

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 205

Nein-Stimmen: 1

Enthaltungen:9

Angenommen mit 205 Stimmen

 

Traktandum 6.3: Annahme der Revisorenberichte

Die Revisorenberichte der GPK und der Metreba AG sind im Jahresbericht 2018 enthalten.

Die GPK hat anlässlich der Revision keine Ungereimtheiten festgestellt.

Die GPK und die Verbandsleitung empfehlen den Revisionsbericht zur Genehmigung unter Vorbehalt der Genehmigung des Kontos „Vollzugskostenbeitrag“ durch die Paritätische Kommission.

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 208

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 7

Angenommen mit 208 Stimmen

 

Albino Sterli:„Ein Dankeschön für ihre Leistung an die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission und an Herrn Thomas Wiedler, Revisor der Metreba AG.“

 

 

Traktandum 7: Festsetzung des Verbandsbeitrages für 2020

Albino Sterli: „Es freut mich, dass aktuell wiederum keine Notwendigkeit besteht, den jetzigen Verbandsbeitrag zu erhöhen, der seit über 10 Jahren unverändert ist.

Die Verbandsleitung empfiehlt der Generalversammlung die Beibehaltung des aktuellen Verbandsbeitrages von Fr. 12.-- / Monat.“

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 206

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 9

Angenommen mit 206 Stimmen

 

Traktandum 8: Wahl: Ergänzung der Verbandsleitung, Legislatur bis zur nächsten ordentlichen Wahl der Verbandsleitung, die 2020 stattfinden wird.

Albino Sterli: «Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten als Ergänzung der Verbandsleitung gestaltete sich weniger einfach als anfänglich angenommen. Ein Teil der eingegangenen Kandidaturen entsprachen leider in keinster Weise dem Profil, ein paar Kandidaten hatten sich eine Mitarbeit in der Verbandsleitung anders vorgestellt, bei einem anderen legte der Arbeitgeber ein Veto ein.

Ganz überrascht waren wir nicht, stellt doch die Besetzung von Verbandsgremien, auch auf Sektionsebene, eines der grössten Probleme dar. Es entspricht der Realität, dass fähige Kandidaten regelrecht Angst haben, in der Oeffentlichkeit als MPV-Mitglied wahrgenommen zu werden, andere wollen keine Verantwortung übernehmen, wieder andere befürchten, dass ihre Arbeitgeber eine offizielle Kandidatur nicht gutheissen würden.

 

Umso mehr freut es uns, einen sehr valablen Kandidaten für den vakanten Sitz in die Verbandsleitung gefunden zu haben. Sein Profil befindet sich in den allen zugestellten  Unterlagen und wird Euch überzeugen, ist unser Wunschkandidat für den Verband und die Branche ein echter Gewinn.»

 

Paul Santschi stellte sich den Stimmberechtigten mit einer kurzen und warmherzigen Rede vor, bevor es zum sehr erfolgreichen Wahlgang ging.

Personalien / Données personnelles:

Paul Santschi, 1962

Wallenried

Berufliche   Stellung

Leiter   Direktion Compliance bei Micarna SA

Motivationsgründe   für Kandidatur:

Bereits seit meinem   Eintritt in der Micarna SA im Jahre 1982 habe ich mich in meinen verschiedenen   Stellungen mit arbeitsrechtlichen Fragen auseinandergesetzt. Da   Sozialpartnerschaft für mich die Grundlage bildet, um faire   Arbeitsbedingungen zu schaffen, betrachte ich es als eine ehrenhafte Aufgabe,   in der Verbandsleitung des MPV im Interesse der Arbeitnehmenden aber auch der   Branche zu wirken. Wichtig ist für mich ebenfalls, dass der MPV sich   politisch neutral verhält. Die hervorragende Sozialpartnerschaft in der   Fleischbranche beruht auf den steten Dialog zwischen allen Beteiligten. Gerne   werde ich mich einbringen, um die Sozialpartnerschaft und somit auch den MPV   zu stärken.

Position professionnelle

Chef de la direction Compliance chez Micarna SA

Motivation de candidature:

Depuis mon entrée chez Micarna SA en   1982 déjà j’ai été confronté aux questions de droit du travail dans mes   différentes fonctions. Etant donné que, pour moi, le partenariat social   représente le fondement qui permet de créer des conditions de travail   équitables, je considère comme une tâche des plus honorables de pouvoir agir   au sein du Comité directeur de l’ASPB dans l’intérêt des travailleurs, mais   aussi de toute la branche. J’attache aussi de l’importance au fait que l’ASPB   respecte la neutralité politique. L’excellente qualité du partenariat social   dans le secteur de la viande est basée sur le dialogue constant entre toutes   les parties. C’est donc avec plaisir que je vais m’investir dans le but de   renforcer le partenariat social, et par conséquent aussi l’ASPB.

 

                                                                        

 

Albino Sterli: „Die Verbandsleitung empfiehlt der Generalversammlung einstimmig die Wahl von Paul Santschi als Nachfolger von Manuela Bichsel als Mitglied der Verbandsleitung.

Die schriftliche Wahlannahme vom Kandidaten liegt vor.“

Total  215 Stimmen

Ja-Stimmen: 210

Nein-Stimmen: 0

Enthaltungen: 5

Angenommen mit 210 Stimmen

 

Traktandum 9: Antrag der VL /

Der Antrag wurde eingangs Generalversammlung von der Verbandsleitung zurückgezogen

 

Traktandum 10: Ehrungen Goldenes Verbandsabzeichen und Ernennung bester Werber

Albino Sterli: „Der MPV durfte 28 Mitgliedern zur 20-jährigen Mitgliedschaft gratulieren.

Alle wurden persönlich eingeladen, das Abzeichen anlässlich der heutigen Generalversammlung abzuholen.

Es freut mich sehr, dass heute Yvonne Dufaux, Esther Wildi, Ruth Zemp, Edgar Drexler und Jürg Fopp persönlich ihr goldenes Verbandszeichen in Empfang nehmen.“

Anton Abbühl bedankte sich auf Französisch bei Yvonne Dufaux für ihre sehr wertgeschätzte und stete Unterstützung zu Gunsten der Metzgerschaft und der Mitglieder der MPV-Sektion Lausanne.

 

Bester Einzelwerber:

Albino Sterli: „Wir bedanken uns bei den 3 Werbern, die im Berichtsjahr total 5 Neumitglieder angeworben haben.

Sie sind im Jahresbericht aufgeführt, persönlich bedanke ich mich beim anwesenden Roby Favre.

Leider kann ich keine besondere Werbeprämie aushändigen, denn dazu braucht es mindestens 3 Neuaufnahme.

Ich appelliere an alle Mitglieder, aktiv bei der Aufnahme von Neumitgliedern zu sein.“

 

Traktandum 11: Botschaft des MPV-Präsidenten

 

„Liebe Anwesende

 

Wie immer, seit ich das Vergnügen und die Pflicht habe, anlässlich der jährlichen Generalversammlung ein paar Worte an Euch richten zu dürfen, gehen meine Gedanken bei der Vorbereitung meines Referates in alle Richtungen.

Im Grunde genommen könnte ich einen X-beliebigen Beitrag der letzten Jahre nochmals vortragen, denn die damals vorgebrachten Ueberlegungen sind heute nach wie vor aktuell.

Also habe ich mich dazu entschlossen, den Fokus auf das Selbstbewusstsein – oder sollte ich lieber sagen: auf das fehlende Selbstbewusstsein? der Mitarbeitenden in der Fleischbranche zu richten.

Erlauben Sie mir, dazu ein bisschen auszuholen.

Als erstes frage ich mich, wie es um das Selbstbewusstsein meiner Berufskolleginnen und Berufskollegen steht. Meine gemachten Erfahrungen und Beobachtungen während meiner nun zehnjährigen Präsidialzeit zeigen folgendes Bild:

Eine der Kernaufgaben des MPV ist die Gestaltung des GAV. Dieser GAV enthält die minimalsten Arbeitsbedingungen für die gesamte Fleischbranche. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen geht aber nur in kleinen Schritten voraus, denn jede Verbesserung setzt ein «JA» des Arbeitgeber-Verbandes SFF voraus.

Ab kommenden Herbst stehen wiederum Verhandlungen an für einen hoffentlich verbesserten GAV, der ab 2021 gelten soll.

An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass Ende 2018 der SFF in Sachen Minimallöhne überraschend schnell auf unsere Forderungen eingegangen ist, nämlich, die bestehenden Minimallöhne pro Lohnkategorie auf 2019 um Fr. 150.-- /Monat zu erhöhen.

Diese Erhöhung der Minimallöhne gilt als Schaffung einer GAV-Rahmenbedingung.

Was hat das Selbstbewusstsein des einzelnen Mitarbeitenden damit zu tun?

Sehr viel!

Vor allem als qualifizierter Arbeitnehmenden der Fleischbranche weiss jeder von Euch, dass ebendiese qualifizierte Kolleginnen und Kollegen mehr als Mangelware sind. Wir zählen in der Branche nur knapp 0.2% arbeitslose Personen; nur schon diese Zahl sagt aus, dass die Arbeitgeber händeringend nach Fachpersonal suchen. Man müsste also meinen, dass ich als qualifizierte Kraft meinen Wert im Arbeitsmarkt kenne.

Dem ist aber bei weitem nicht so – denn ich kann es mir beim besten Willen einfach nicht erklären,, dass ein Fleischfachmann sich jahrelang mit dem Minimallohn begnügt und sich nicht traut, das Gespräch mit seinem Vorgesetzten zu suchen und über den eigenen Marktwert zu verhandeln.

Ich rate jedem einzelnen, vorerst im stillen Kämmerlein eine persönliche Standortbestimmung zu machen. Beantwortet für Euch im Detail folgende, nicht abschliessende Fragen:

Wie sieht mein Aufgabengebiet aus?

Welche Kompetenzen habe ich?

Habe ich Mitgestaltungsrecht an meinem Arbeitsplatz?

Habe ich Mitspracherecht an meinem Arbeitsplatz?

In welchem Arbeitsgebiet trage ich die alleinige Verantwortung?

Habe ich mich seit Antritt der Stelle fachlich weitergebildet?

Habe ich seit meinem Stellenantritt mehr Verantwortung übernommen? Entlaste ich dadurch meinen Vorgesetzten?

Hat meine Weiterbildung sich für den Arbeitgeber gelohnt und wie äussert sich dies?

Hat sich meine Weiterbildung für mich auch finanziell ausbezahlt?

Erledige ich meine Arbeit nur nach Vorgabe oder bringe ich mich proaktiv ein?

Mache ich konstruktive Vorschläge im Interesse meines Arbeitgebers?

Halte ich mich an sämtliche gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben in Sachen Hygiene/Arbeitssicherheit etc?

Werde ich von meinem Arbeitgeber gelobt? Falls ja, bleibt das Lob ein Lippenbekenntnis?

Wann war die letzte Lohnerhöhung?

Habe ich Führungsaufgaben?

Hat sich meine Arbeit und damit verbunden meine Aufgaben seit Stellenantritt verändert?

Greifen meine Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen immer wieder auf meine Fachkenntnis zurück?

Wie oft fehle ich?

Bin ich bereit, Mehrarbeit zu leisten?

Wie ist meine Arbeit qualitativ zu bewerten? Bin ich effizient, verlässlich, genau? Vermeide ich dadurch Kosten?

Die Liste wäre unendlich lang und die oberen Punkte sollen zur Anregung dienen.

Sind diese Frage beantwortet gilt es, den Lohn zu analysieren. Entspricht dieser unter Einbezug der genannten Punkte nicht der tatsächlich ausgeführten Arbeit, führt kein Weg an einem Gespräch mit dem Vorgesetzten vorbei. Das jährliche Mitarbeitergespräch wird leider nicht in allen Betrieben durchgeführt, oft nimmt sich der Vorgesetzte nicht genügend Zeit dafür oder ist nur schlecht vorbereitet.

Es ist jedoch Euer Recht, wenigstens einmal im Jahr auf einen Austausch zu bestehen und auf ein detailliertes Mitarbeitergespräch zu bestehen. Nur so könnt Ihr aktiv Euren Lohn aushandeln und mitgestalten, ein Lohn, der auch Wertschätzung und Motivationsmotor Eurer Arbeit ist.

Die im GAV ausgehandelten Minimallöhne entsprechen der erwarteten Minimalleistung – also Lohn gegen Arbeit. Keinesfalls sind im Minimallöhn die oben erwähnten Ueberlegungen enthalten. Es liegt an jeden einzelnen Mitarbeitenden, den eigenen Marktwert selbstkritisch aber auch selbstbewusst auszuhandeln.

Der von den Sozialpartnern ausgehandelte GAV soll als Basis, als Rahmen, dienen, damit in der Branche alle mit gleich langen Spiessen wirtschaften können. Doch jeder Mitarbeitende in der Fleischbranche hat es selber in der Hand, sich mit dem Minimallohn zu begnügen oder eben nicht.

Qualifizierte Fleischfachfrauen und Fleischfachmänner sind rar – gute qualifizierte Fleischfachleute noch seltener zu finden. Die Arbeitgeber werden täglich damit konfrontiert aber auch mit der Tatsache, dass die Mitarbeitenden der Fleischbranche genügsame, loyale, arbeitswillige und nicht aufmüpfige Mitarbeitende sind.

Ich sage auf keinen Fall, dass dies schlechte Eigenschaften sind, im Gegenteil. Es kann aber auch nicht sein, dass ein Mitarbeiter in der Fleischbranche sich seines Wertes nicht bewusst ist und es passiv und ergeben über sich ergehen lässt, mit einem Minimallohn abgespiesen zu werden, wenn seine Arbeit die Minimalleistung überschreitet.

Ich wiederhole mich – es sind die minimalen Arbeitsbedingungen, die im GAV verankert sind.

Seid stolze und selbstbewusste Player in der Fleischbranche und somit auch Vorbilder für die jüngere und kommende Generation Eurer Kolleginnen und Kollegen.

Wir sind der festen Ueberzeugung, dass nur verbesserte Arbeitsbedingungen den Beruf Fleischfachfrau/Fleischfachmann attraktiver machen. Wollen wir mehr Lehrlinge, weniger Abwanderung in besser entlöhnte Fremdbranchen, genügend wenn nicht sogar mehr qualifizierte Fachleute, braucht es nebst der Freude am Beruf und des Berufsstolzes auch Löhne und Bestimmungen, die über das gesetzlich Vorgeschriebene gehen.

Der MPV als Sozialpartner arbeitet hart daran, die Minimalbedingungen für alle beteiligten Arbeitnehmenden kontinuierlich zu verbessern. Ich appelliere dennoch an jeden einzelnen von Euch, in diesem Sinne und für Euren fairen, Eurer Leistung entsprechenden Lohn Eigenverantwortung und Eigeninitiative wahrzunehmen.“

Die Botschaft wurde mit einem kräftigen und langen Applaus quittiert.

 

Traktandum 12: die Anwesenden haben das Wort

Keine Wortmeldungen

 

Traktandum 13: Varia

Albino Sterli: „Ich bitte Euch, Euch das Datum für die 6. GV vorzumerken: diese findet am Sonntag, 24. Mai 2020 in meinem Heimatkanton statt.

Gerne laden wir zum Apéro und Mittagessen ein.

Wie schon bei der Einladung erwähnt übernimmt der MPV die Kosten für das Essen und die nichtalkoholischen Getränke.

Hiermit erkläre ich die 5. GV 2019 offiziell als beendet und danke nochmals für Eure Teilnahme. Buon appetito!“