Protokoll der 2. Generalversammlung 2016, Olten

 
 

Das Hotel Arte in Olten war der diesjährige Ort zur Durchführung der 2. Generalversammlung des MPV. Die zentrale Lage des Austragungsortes lockte 108 Stimmberechtigte an, die teils aus der Romandie und aus dem Bündnerland anreisten.  Nachdem es seit 2015 statutengemäss möglich ist, die Stimme auch brieflich abzugeben, war dieses Jahr die Online-Abstimmung eine Premiere. Für 2016 hatten sich 101 Mitglieder entschlossen, brieflich abzustimmen, 21 hingegen, die OnlineAbstimmung vorzuziehen. Zusammen mit den anwesenden Stimmberechtigten entsprachen sie einer Stimmkraft von 230, die Stimmenmehrheit betrug demnach 116. 
Während der Kaffeebegrüssung mit Gipfeli – dankend spendiert von Allianz Versicherungen – tauschten sich die Anwesenden bereits rege über die letzten News der Branche aus. 
Nach einer straff abgehaltenen Versammlung begann der informelle Teil, bereichert durch den Auftritt von Fredy Schär, der eine Attacke auf die Lachmuskeln der Anwesenden war. 
Pünktlich um 11.00 h eröffnete die Geschäftsführerin des MPV, Giusy Meschi, die 2. Generalversammlung 2016, um danach das Wort an MPV-Präsident Albino Sterli weiterzugeben.  
Traktandum 1.1 Begrüssung durch Albino Sterli „Grüezi bonjour buongiorno viva – und danke an die Geschäftsführerin Giusy Meschi für die Einführungsworte. 
Zuerst stelle ich fest, dass die Unterlagen für die 2. Generalversammlung 2016 termingerecht allen stimmberechtigten Mitgliedern via foodaktuell 8-2016 zugestellt wurden. 
Ich begrüsse herzlich Euch alle, unsere Gäste alt Ständerat Rolf Büttiker, Präsident des SFF, Herr Thomas Wiedler von Metreba Treuhand AG, Herr Dr. Guido Böhler, unseren geschätzten Chefredaktor, weitere Gäste, die als Begleiter von MPVMitgliedern hier anwesend sind. Entschuldigt hat sich Herr Dr. Ruedi Hadorn, Direktor des SFF. 
Ich begrüsse unsere anwesenden Ehrenmitglieder: Arnet Alois, Bichsel Hans, Fischer Hansjörg
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Die entschuldigten Ehrenmitglieder sind: Bard Henri, Gassmann Jules, Geissmann Robert, Piatti Bruno 
Ich begrüsse unser anwesendes Ehrenmitglied mit besonderem Status: Wipfli Heinz 
Entschuldigt hat sich unser Ehrenmitglied mit besonderem Status: Odermatt Alois 
Ich begrüsse die anwesenden Verantwortlichen der Geschäftsprüfungskommission: Bütikofer Christian und Favre Robert.  
Ich begrüsse die anwesenden Vertreter eines Teils unserer Hausverbände. 
Die übrigen Hausverbände sind durch die Geschäftsstelle rsp. Verbandsleitung mit einer vorliegenden Vollmacht gehörig vertreten.  
Die Stimmkraft der Hausverbände ist in den Statuten des MPV, Art. 23, Abs. 9, geregelt. 
Selbstverständlich begrüsse ich meine Kollegin und Kollegen der Verbandsleitung:  Bichsel Manuela, Abbühl Toni, Ungricht Beat, Widmer Markus. 
Und zuletzt Crimi Angela und Meschi Giusy von der Geschäftsstelle. 
Falls es keine Einwände zur Traktandenliste gibt gilt sie als einstimmig gutgeheissen. Frau Bichsel wird die nächsten Traktanden übernehmen.“  
Traktandum 2: Wahl der Stimmenzähler  Vizepräsidentin Manuela Bichsel schlug folgende Stimmenzähler vor, die in globo mit einem Applaus bestätigt wurden: 
1. Hefti Marcel
2. Wildi Esther
3. Bucher Armin
4. Brunner Natalie
„Die Festsetzung der Stimmenzahl erfolgt nach Art. 23, Abschnitt 7 der seit 18.5.14 geltenden Verbandsstatuten. Beschlüsse der Generalversammlung werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Sowohl die Mitglieder der GPK als auch die der Verbandsleitung stimmen mit. Bei Stimmengleichheit hat das Verbandspräsidium bzw. seine Stellvertretung den Stichentscheid. Die brieflich und online abgegebenen Stimmen werden dazugezählt.  
Am 26. Mai 2016 erfolgte auf der Geschäftsstellel in Zürich die Kontrolle der schriftlich und online eingegangenen Stimmen durch Roby Favre, Mitglied der Geschäftsprüfungskommission. 
Es sind 230 abgegebene Stimmen. Gemäss Art. 23, Abschnitt 12 der Verbandsstatuten ist die Generalversammlung mit den anwesenden, den brieflich
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und online abgegebenen Stimmen beschlussfähig. Die Stimmenmehrheit beträgt 116 Stimmen.  
Traktandum 3: Genehmigung des Protokolls der 1. Generalversammlung vom 31. Mai 2015 
Das Protokoll wurde in foodaktuell 12 und 13- 2015 publiziert und ist auf der MPV- Homepage einsehbar. 
Falls niemand Einwände dazu hat empfiehlt die Verbandsleitung die Annahme des Protokolls gemäss Publizierung.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen.  
Traktandum 4: Ehrung der Verstorbenen  „Leider sind 2015 folgende Mitglieder von uns gegangen: 
Aerni Philipp, Affolter Hans, Amstad Walter, Bär Julius, Baumann Max, Baumann Walter, Baumgartner Paul, Bichsel Hans, Bötschi Ernst, Buchenholner Max, Cantoni Mario, Egg Martin, Eicher Ernst, Gfeller Marcel, Greter Otto, Henzmann Martin, Hinterberger Albert, König Jakob, Lanz Ernst, Läubli Werner, Liebherr Gerhard, Meschuh Josef, Moresi Willy, Okon Bolesias, Salzmann Werner, Schmid Franz, Schmid Carlo, Schneeberger Margot, Schneider Karl-Heinrich, Simmerlen Anton, Stübin Paul, Uebersax Peter, Walther Arthur, Weber Michel, Weibel Hans, Wieland Rolf, Zulliger Gottfried, Zürcher Hans, Zutter Alfred 
Lasst uns eine Gedenkminute ihnen zu Ehren halten. 
Zuletzt noch eine Bemerkung an die Generalversammlung: wir werden im Jahresbericht 2016 zusätzlich zum Namen des Verstorbenen auch den Wohnort anfügen, um Verwechslungen zu vermeiden.“  
Traktandum 5: Genehmigung des Jahresberichtes 2015 „Der Jahresbericht 2015 wurde allen Stimmenberechtigten rechtzeitig zur GV  zugestellt.  
Falls niemand das Wort wünscht empfiehlt die Verbandsleitung die Genehmigung des Jahresberichtes 2015 gemäss Publikation.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen. 
An dieser Stelle übergab Manuela Bichsel an Albino Sterli, der wie gewohnt souverän durch die nächsten Traktanden führte.  
Traktandum 6: Genehmigung der Jahresrechnungen und Entlastung der Organe 
Traktandum 6.1 der Jahresrechnung 2015 des Verbandes
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Albino Sterli: „Ich verweise auf die Seiten 16 bis 20 des Jahresberichtes 2015. Bericht und Antrag der GPK an die Generalversammlung 2016 betreffend Geschäfts- und Finanztätigkeit des Verbandes sind einsehbar. Ich mache darauf aufmerksam, dass auch der Revisionsbericht der Metreba ebenfalls im Jahresbericht 2015 enthalten ist. 
Es gingen keinerlei Anfragen an die Verbandsleitung oder Geschäftsstelle ein.“ 
Albino Sterli kommentierte kurz die Jahresrechnung 2015 gemäss foodaktuell 82016.  „Falls es keine Wortmeldungen gibt bittet die Verbandsleitung um Genehmigung der Jahresrechnung 2015 des Verbandes und um Décharge der Organe.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen.  
Traktandum 6.2: Jahresrechnung 2015 der Stiftung W + S  Albino Sterli: „Ich verweise auf die Seiten 21 bis 25 des Jahresberichtes 2015. Bericht und Antrag der GPK an die Generalversammlung 2016 betreffend Geschäfts- und Finanztätigkeit des Verbandes sind einsehbar. Ich mache darauf aufmerksam, dass auch der Revisionsbericht der Metreba ebenfalls im Jahresbericht 2015 enthalten ist. 
Es gingen keinerlei Anfragen an die Verbandsleitung oder Geschäftsstelle ein.“ 
Albino Sterli kommentierte kurz die Jahresrechnung 2015 gemäss foodaktuell 82016.  
„Falls es keine Wortmeldungen gibt bittet die Verbandsleitung um Genehmigung der Jahresrechnung der Stiftung W + S 2015 und um Décharge der Organe.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen.  
Traktandum 6.3: Annahme der Revisorenberichte Albino Sterli: „Die Revisorenberichte der Metreba sind im Jahresbericht 2015 enthalten. 
Die Treuhandstelle METREBA hat anlässlich der Revision keine Ungereimtheiten festgestellt. Die Geschäftsprüfungskommission und die Verbandsleitung empfehlen  die Revisorenberichte zur Genehmigung, unter Vorbehalt der Genehmigung des Kontos „Vollzugskostenbeitrag“ durch die Paritätische Kommission.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen. 
Albino Sterli bedankte sich bei den Mitarbeitenden der Treuhandstelle OTG und bei Herrn Wiedler von METREBA Revisions- & Beratungs-AG sowie den Kollegen der Geschäftsprüfungskommission für ihren Einsatz.     
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Traktandum 7: Festsetzung des Verbandbeitrages 2017 Albino Sterli: „Es freut mich, dass wir wiederum noch keine Notwendigkeit sehen, den jetzigen Verbandsbeitrag zu erhöhen. Die Verbandsleitung empfiehlt der Generalversammlung die Beibehaltung des aktuellen Verbandsbeitrages von Fr. 12.—pro Monat.“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen.  
Traktandum 8: Referat der Verbandsleitung Anders als in der Vergangenheit wurde das diesjährige Referat im ersten Teil durch die Vizepräsidentin Manuela Bichsel, im zweiten Teil durch den Präsidenten Albino Sterli gehalten. 
Teil I, Manuela Bichsel 
„Liebe Anwesende  
Kurz möchte ich euch allen meine Ueberlegungen zu ein paar Themen darlegen: 
Aus Verbandssicht liegt ein durchmischtes Jahr hinter uns; 17 lange Monate mussten wir auf die Erteilung der Allgemeinverbindlichkeit unseres Gesamtarbeitsvertrages 2015 – 2017 warten. Erst anfangs 2016 konnten wir die definitive gedruckte Fassung an die Mitglieder zustellen. 
Geduld war auch in Sachen Renovation und Umbau unserer Liegenschaft gefragt. Erst ein gutes Jahr nach Einreichung des Gesuches haben die Behörden nun in der zweiten Mai-Woche dieses Jahres dem Gesuch entsprochen. In der Zwischenzeit wurden wir mit Leitungsbrüche und Ueberschwemmungen im Keller überrascht, sodass zusätzlich zu den bereits geplanten Umbau- und Renovationsarbeiten die Ersetzung sämtlicher Leitungsrohre bevorsteht. 
Geduld verlangt auch die mittelfristige Umsetzung der Verbandsstrategie, die mit viel Engagement seitens der Geschäftsstelle vorangetrieben wird. Eines der erklärten Jahresziele war die Schaffung weiterer Hausverbände – was sich so einfach sagen lässt ist in Wirklichkeit eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt, braucht es für die Realisierung neuer Kooperationen Vernetzungen, gute Argumente, Beharrlichkeit, und wie gesagt unendlich viel Geduld, damit eine Firma von den Vorzügen eines Hausverbandes überzeugt ist. 
Auch Dank der tatkräftigen Unterstützung unseres Sozialpartners SFF – an dieser Stelle ein herzliches Danke an Rolf Büttiker, Präsident des SFF, der uns heute mit seiner Anwesenheit beehrt – ist dem MPV gelungen, 2015 einen weiteren Hausverband zu gründen, wovon ein Betrieb in der Romandie liegt. 
Ich wiederhole mich gerne, denn in den Gesprächen mit manchen Mitgliedern, vor allem älteren Jahrganges, ist ersichtlich, dass die Hausverbände gefürchtet werden, als ob sie der Grund für die rückläufige Anzahl der ordentlichen Mitglieder wäre – der MPV braucht die Hausverbände zur Steigerung der Mitgliederzahlen und der damit verbundenen Representativität. Unsere Mitgliederstatistik zeigt auf, dass gut ein Drittel unserer Mitglieder aus Freimitgliedern besteht, dh Mitglieder, die nicht mehr im
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aktiven Berufsleben tätig sind und somit auch beitragsbefreit. Dazu kommt, dass ein Drittel der Austritte aus dem MPV geschieht, weil unsere qualifizierten Mitglieder in Drittbranchen abwandern. Vergessen wir nicht, dass nicht wenige Lehrlinge ihre Lehre abbrechen und nach Beendigung der Lehre gar nicht erst in die Fleischbranche einsteigen, und zuletzt aber nicht weniger wichtig ist, dass sich immer weniger junge Leute für unseren schönen aber anstrengenden und nicht gewürdigten Beruf interessieren. Die Integration von Hausverbänden mildert den Exodus, vor allem da in den Hausverbänden nur Mitarbeiter angegliedert sind, die im aktiven Berufsleben stehen. Nicht zuletzt entsprechen die finanziellen Beiträge der Hausverbände circa einem Drittel der ordentlichen Mitgliederbeiträge. 
Tagtäglich wird die Geschäftsstelle mit Anfragen arbeitsrechtlicher Natur konfrontiert. Es sind immer wieder die gleichen Probleme, die angesprochen werden – auf Platz 1 geleistete, nicht anerkannte Ueberstunden und Ueberzeit, da die Erfassung der Arbeitszeit leider noch lange nicht bei allen Arbeitgebern selbstverständlich ist. So sind Arbeitszeiten von bis zu 50 h pro Woche gar nicht so selten, und wir sprechen hier ganz klar nicht von Ausnahmesituationen oder Kaderleuten. Zudem haben viele Mitarbeitenden keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, erhalten keine schriftlichen monatlichen Lohnabrechnungen, keine Auszüge ihrer Stempelzeiten, Mindestlöhne werden nicht eingehalten, Anteile von Ferienguthaben oder dem 13. Monatslohn werden bei einem grossen Teil der Angestellten im Stundenlohn vergessen, der 13. Monatslohn wird häufig als Option betrachtet oder in Naturalien ausbezahlt. Somit verringert sich der versicherte Jahreslohn, als Folge davon werden auch die Leistungen aus AHV und Pensionskasse kleiner. In den letzten Jahren haben wir es vermehrt mit fristlose Kündigungen zu tun, die während einer krankheits- oder unfallsbedingten Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeitenden ausgesprochen werden. Auch Burnout- und echte Mobbingfälle nehmen stetig zu. 
Die Kosten für die Bewältigung der arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen haben 2015 erstmals die Grenze von Fr. 100‘000.—überschritten und entsprechen fast der Hälfte der Erträge von ordentlichen Mitgliederbeiträgen. Nur ein Drittel der Fälle kommt vor Gericht, der Rest wird im Mediationsverfahren erledigt. 
Tagtäglich werden wir mit den Aengsten von vor allem älteren Arbeitnehmenden konfrontiert – aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, lassen sie sich teilweise Unerhörtes gefallen und trauen sich nicht, sich zu wehren. Ganz sicher müssen sich sowohl der MPV als auch der SFF mit dem Thema des erweiterten Schutzes von älteren Arbeitnehmenden auseinandersetzen, sind letztere nicht nur Kostenfaktoren sondern ein Reservoir an beruflichem Knowhow, das zu verlieren sich die Branche nicht leisten kann.  
Vermehrt stellen wir zudem fest, dass qualifizierte Mitarbeiterinnen uns um Hilfe bitten, denen unmittelbar nach dem Mutterschaftsurlaub gesetzeskonform gekündigt wird, obwohl sie gerne weiterhin wie vor der Mutterschaft arbeiten möchten. Ihr seht, nicht alles was gesetzeskonform ist, ist moralisch richtig. Wir können nicht nachvollziehen, dass Arbeitgeber lieber auf qualifiziertes Personal verzichten als eine erwerbstätige Mutter zu beschäftigen und gleichzeitig jammern, dass ihnen Fachpersonen fehlen würden. 
Und zu guter Letzt – uns ist vollkommen bewusst, dass die Betreuung und Unterstützung von Auszubildenden nicht unbedingt einfach ist und nervtötend sein kann. Gleichzeitig bestätigen wir, dass Lehrlinge nicht nur Rechte sondern auch Pflichten haben, denen sie nachkommen müssen. Aber: von einem Lehrbetrieb
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erwartet der MPV, dass die Lehrlinge mit Respekt behandelt werden, sie gemäss Plan ausgebildet werden und vor allem, dass ihnen die Freude am Beruf vermittelt wird. Leider zeigt die Zahl der abgebrochenen Lehrverhältnisse und die steigende Zahl von Hilferufen an den MPV, dass auch in der Lehrlingsbetreuung in der Praxis nicht alles rund läuft.  
Zur Kernarbeit zählen wir das Thema Weiterbildung. Am 1. Januar 2017 tritt ein neues Weiterbildungsgesetz in Kraft. Es ist das erste auf nationaler Ebene. Sein zentraler Zweck ist es, die Weiterbildung in der Schweiz zu stärken. Wir erwarten vom Gesetz, dass es den Zugang zur Weiterbildung für die Arbeitnehmenden verbessert. Das neue Weiterbildungsgesetz wird sich als wichtig für die Arbeitnehmenden erweisen. Es betont einerseits, dass „der einzelne Mensch die Verantwortung für seine Weiterbildung trägt“. Es appelliert also an die Arbeitnehmenden, sich regelmässig mit ihrer Weiterbildung auseinanderzusetzen. Das Gesetz verlangt aber auch ein Engagement von den Arbeitgebenden. 
Die öffentlichen und privaten Arbeitgeber sollen die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden begünstigen (Art. 5.2 des Weiterbildungsgesetzes). Konkret bedeutet dies, dass sie ihre Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeitenden auch im Hinblick auf die Weiterbildung wahrzunehmen haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass sie ein günstiges Umfeld für Bildung im Unternehmen schaffen. Arbeitnehmende dürfen daher erwarten, dass ihr Arbeitgeber ihnen in einem betrieblichen Weiterbildungsleitbild aufzeigt, wie er seine Verantwortung in Bezug auf die Weiterbildung wahrnehmen und welche zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen er dafür einsetzen will. Von Bedeutung ist dabei, dass er allen die Chance eröffnen muss, denn die Fürsorgepflicht schliesst alle Arbeitnehmenden ein. Die Arbeitgeber sind aus meiner Sicht aber nicht nur durch die Fürsorgepflicht herausgefordert, ein Weiterbildungsleitbild zu entwickeln. Auch die aktuellen Probleme wie technische und soziale Veränderungen, Frankenstärke, demografische Probleme und Fachkräftemangel rufen nach vielfältigen Bildungsmassnahmen, welche die Belegschaft fit machen und fit halten sollen für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben. 
Es ist mir mehr als bewusst, dass Berufsverbände und Gewerkschaften ebenfalls eine Verantwortung für die Weiterbildung der Arbeitnehmenden tragen, obwohl das Weiterbildungsgesetz sie nicht erwähnt. Der MPV hat die Aufgabe, sich für optimale Weiterbildung der Arbeitnehmenden einzusetzen. Das soll im Gesamtarbeitsvertrag auf nationaler Ebene, in einem Betrieb auf Betriebsebene verankert werden und im Rahmen unserer Möglichkeiten finanziell unterstützt werden. (Hier mache ich eine Klammer auf: der MPV unterstützt finanziell die eigenen Mitglieder bereits seit Jahren in Sachen Weiterbildung).“ 
Teil II, Albino Sterli 
„Sozialpartnerschaft – eines der Themen schlechthin, manchmal leider nur Lippenbekenntnis, immer öfter bewusst gepflegt und gelebt. Wie versteht und lebt der MPV die Sozialpartnerschaft? 
Sozialpartnerschaft ist ein System der Zusammenarbeit zwischen ArbeitnehmerOrganisation und Arbeitgebern. Sie funktioniert nach dem Prinzip einer kooperativen Beziehung zwischen den Vertragspartnern. Wie in unserem GAV verankert verzichtet der MPV auf Streik und der SFF seinerseits auf Aussperrung der Arbeitnehmenden.
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Unser Land gilt als Musterbeispiel sozialpartnerschaftlicher Beziehung, die Sozialpartnerschaft zwischen dem MV und dem SFF sucht seinesgleichen in der Schweiz. Somit sind Arbeitsfrieden und Stabilität in unserer Branche gewährt. 
Trotzdem soll niemand meinen, dass der Verzicht auf Kampfmassnahmen eine Schwächung des MPV als Arbeitnehmer-Organisation ist. Der MPV verhandelt als vollwertiger und einziger anerkannter Partner, nie als Gegner. Das will nicht heissen, dass wir alles hinnehmen, ganz im Gegenteil – und dies kann der anwesende Rolf Büttiker bestätigen. 
Für uns beinhaltet die Sozialpartnerschaft folgende Merkmale: 
- die gegenseitige Anerkennung als vollwertiger Partner - die gegenseitige Respektbezeugung und Einhaltung von Spielregeln bei Gesprächen und Verhandlungen - die Bereitschaft, mit offenen Karten zu spielen - den Willen, gemeinsam optimale, vielleicht auch unpopuläre Lösungen zu suchen und auch zu finden - die Integration der Interessen der Mitarbeitenden in die Zielsetzung der Arbeitgebenden 
Nur mit Kompromissbereitschaft und ständigem Dialog der involvierten Verbände entsteht eine tragfähige Sozialpartnerschaft die es auch erlaubt, notwendige und harte Auseinandersetzungen zu bewältigen. 
Und nun in eigener Sache: Da nächstes Jahr Wahljahr ist hat sich die Verbandsleitung vertieft damit auseinandergesetzt. Schon heute können wir mitteilen, dass sich unser geschätzter Markus Widmer 2017 nicht mehr zur Wahl stellen wird, da er glücklicher Rentenbezieher ist. Er vertritt die Meinung, dass ein Verbandsleitungsmitglied im aktiven Arbeitsleben stehen muss. 
Ob sich alle übrigen jetzigen Mitglieder nächstes Jahr definitiv zur Wahl stellen ist heute noch offen. 
Auch bei der GPK hat es eine Aenderung gegeben. Martin Lang hat am 3. Mai 2016 sein Amt aus persönlichen Gründen per sofort niedergelegt. Gemäss Statuten darf die GPK bis zur nächsten Wahl 2017 einen vakanten Sitz haben. Es ist jedoch unerlässlich, auch für dieses freigewordene Amt einen geeigneten Nachfolger zu finden. 
Wir möchten es an dieser Stelle nicht unterlassen, Martin Lang für die mehrjährige Zusammenarbeit zu danken und ihm privat und beruflich nur das Beste zu wünschen.   
Auf jeden Fall werden im nächsten foodaktuell Inserate geschaltet. Darin sind für die Besetzung der Posten in Verbandsleitung und Geschäftsprüfungskommission Kandidatenprofil und alles weitere aufgeführt. Im Gegensatz zu den alten Statuten darf sich jedes Mitglied für ein freigewordenes Amt in eines der MPV-Gremien bewerben. 
Die Verbandsleitung beabsichtigt, jedem seriös interessierten potentiellen Kandidaten die Möglichkeit zu geben, bis zur Wahl 2017 in den Gremien zu schnuppern. 
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2017 wird dann die Verbandsleitung die Kandidaten, die sich zur Wahl stellen, anlässlich der 3. GV vorstellen. 
Ihr seht, die Arbeit geht uns nicht aus und wir freuen uns auf neue Herausforderungen und Begegnungen. Ich bitte alle, sich das Datum für die nächste Generalversammlung bereits jetzt zu vermerken:  
die 3. GV wird am Sonntag, 21. Mai 2017, wiederum im Hotel Arte hier in Olten stattfinden. 
Ich danke für die Aufmerksamkeit .“  
Traktandum 9: Anträge Bis zur angesetzten Frist gingen keinerlei Anträge bei der Verbandsleitung ein.  
9.1  Verbandsleitung  Anton Abbühl, Mitglied der Verbandsleitung, hielt die Laudatio zu Ehren von Roby Favre ab.   
 9.1.1 Ernennung Ehrenmitgliedschaft Roby Favre Roby Favre ist 1964 in unseren Berufsverband eingetreten und hat sich seither unermüdlich in seinen Funktionen als Präsident der MPV-Sektion Lausanne und als Beisitzer der GPK für die Interessen des MPV eingesetzt. Seiner offenen Kommunikationsart, seinem Berufsstolz und seiner Ueberzeugungskraft haben wir es zu verdanken, dass er jahrelang als bester Werber des MPV prämiert wurde. Die Verbandsleitung möchte Roby mit der Ernennung als Ehrenmitglied für seine Verdienste danken und ihm seine grosse Wertschätzung entgegenbringen.   
Er präsidiert seit 18 Jahren eine Sektion des MPV mit grossem Erfolg. Das Rezept seines  erfolgreichen Führens ist simpeleinfach. Er macht das mit Freude und Leidenschaft. Er hat sich einen Stamm von flinken, motivierten Helfern  aneignen können, die ihn in seinen Ideen seit Jahr und Tag tatkräftig zur Seite stehen und ihn jederzeit vorbehaltslos unterstützen. Noch stärker macht ihn die Tatsache, dass er die eingefahrenen Erfolge nicht für sich alleine beansprucht, sondern mit seinem Team und der Sektion teilt. Dass in seiner Region, der Westschweiz, zwischen 1998 und 2008  7 Sektionen schliessen mussten, hat in ihm nur noch eine Zusatzmotivation ausgelöst, die Sektion nicht aufzugeben. Zusammen mit dem Metzgerchörli, das in die Sektion eingebunden ist, werden regelmässig abwechslungsreiche, interessante  Aktivitäten organisiert, die meist mit einer attraktiven Tombola auto-finanziert werden. Obschon die grössten Einkommensquellen mit den Lottos der heutigen Zeit Tribut zahlen mussten und weggefallen sind, sind die finanziellen Mittel immer noch stark genug, um die Sektion weiter zu hegen und zu pflegen. Mit der Attraktivität des Jahresprogrammes, der stets guten Kameradschaft und dem Mitmachen der Lebenspartner sind die verbrachten Momente im Kreise der Sektion immer kurzweilig und interessant. Daher erstaunt es nicht, dass die Sektion Lausanne eine der schlagkräftigen Sektionen des Verbandes bildet. Ein Verdienst von Roby Favre, der 1998 von seinem Vorgänger Henri Bard eine bereits bestens strukturierte Sektion
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übernehmen durfte. Diese Attribute verhelfen ihm auch zur Auszeichnung des „Werbers des Jahres“. Während mehrerer Jahre bekommt er zu recht diese Auszeichnung und gewinnt jeweils den Titel, ohne seinen Gegnern auch nur den Hauch einer Chance zu geben.. Dahinter stehen viele Stunden Arbeit, die er seiner knappen Freizeit entnimmt. Dass er ein feines Näschen hat, das ihm den Wink gibt, wann er am richtigen Ort zu sein hat, erleichtert ihm einige Dinge in seinen Anstrengungen. In alles, was er in die Finger nimmt, investiert er sich voll und ohne Rücksicht auf Zeit und Kosten.   
Er verteidigt und unterstützt mit einer seltenen Hartnäckigkeit der vom Aussterben bedrohte Metzgerstand in seiner Region. Er nimmt sich viel Zeit, um sich um den Nachwuchs zu kümmern, den Lernenden, weil er an deren Zukunft und derjenigen des Metzgerhandwerkes glaubt. Und weil sie ihm ans Herz gewachsen sind. Seine Durchsetzungskraft und sein nie erlahmender Wille sind einzigartig und tragen den Hauptteil am Erfolg seines Schaffens. Er ist regelmässiger Besucher an Diplomfeiern, an Kursen im Plattenlegen, Ausbeinen etc. und verpasst keine Gelegenheit, für den MPV, seinen Verband und seine Sektion zu werben und den einen oder anderen Neuzugang an Land zu ziehen. All dies, Hartnäckigkeit, Durchsetzungskraft, eiserner Willen, Freude, Leidenschaft und Spass sind die Garanten seines Erfolges. Erfolg ist ein Grund zum Feiern. Auch da lässt er sich nicht lumpen. Keine Veranstaltung ohne dritte Halbzeit. Die sind einzigartig. Lachen, fröhlich sein, Freundschaften pflegen, singen, musizieren, Karten spielen, man geniesst die Gemütlichkeit. Da geht die Post ab ! Aus Minuten werden Stunden, aus Stunden lange Abende. Gerne verweilen die Mitglieder im Kreise ihrer Sektionskollegen. Dank der Loyalität und des Organisationsgeschicks von Roby und seinem Team. 
Für den Verband wie den unseren ist ein Typ wie Roby unbezahlbar, ein ungeschliffener Diamant. Für seinen unermüdlichen Einsatz, für die vielen unzähligen Stunden möchte sich der MPV bei ihm mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft ganz herzlich bedanken. Die ganze MPV Familie gratuliert dem Jubilar von ganzem Herzen, wünscht ihm noch viele schöne, unvergessliche Stunden im Kreise seiner Sektion und eine gute Gesundheit, die es ihm erlauben wird, noch die eine oder andere Idee für den Verband umzusetzen. Wir danken auch seiner Ehefrau, die die Leidenschaft von Roby mit grossem Verständnis akzeptiert, was nicht alltäglich ist.  
Dass er sich daneben auch für die Popularität der Waadtländer Spezialitäten einsetzt und hilft, dass die Kabiswurst und der Waadtländer Saucisson auch ennet der Sprachgrenze einen wichtigen Bekanntheitsgrad erreicht, dass er sich auch in der GPK noch nützlich macht, dass er auch im Groupement Bell beim ehemaligen Bell Verkaufsteam noch mitmischt, habe ich gar nicht erwähnt, auch auf seine aktive Berufskarriere, auf sein Leben als erfolgreicher Sportler, sowie seine politische Tätigkeit in seiner Wohngemeinde bin ich nicht eingegangen. Das würde just den Rahmen sprengen. Merci beaucoup Roby, es lebe der MPV. Danke !“ 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen und mit tosendem Applaus bestätigt. 
Als Zeichen der Wertschätzung übergab Giusy Meschi dem neuernannten Ehrenmitglied im Namen des Verbandes ein Präsent. Ein sichtlich gerührter Roby Favre dankte dem Verband für seine neuerworbene Ehrenmitgliedschaft und auch seiner Sektion für die unermüdliche Unterstützung. 
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Albino Sterli ging auf das Traktandum 9.1.2 ein und erläuterte den Antrag nochmals. 
 9.1.2 Anpassung Artikel 36, Abs. 1, MPV-Statuten  „Alle verfügbaren Gelder müssen BVG-konform angelegt werden.“ 
Der heutige Wortlaut des Artikels 36, Abs. 1 schränkt die Anlagestrategie völlig ein. Dementsprechend dürfte der Verband maximal 5% der verfügbaren Investitionssumme in dasselbe Gefäss investieren. Unsere seit Jahren angelegten Gelder entsprechen dieser Vorschrift nicht wortwörtlich, erzielen jedoch jährlich sehr gute Zinserträge, die zur Stabilisierung des Verbandsver-mögens beitragen. 
Die Verbandsleitung und die GPK empfehlen die Aenderung des Wortlauts von  Art. 36, Abs. 1, wie folgt: 
Alle verfügbaren Gelder werden gemäss moderner Portfoliotheorie investiert. Die Strategie wird von der Verbandsleitung festgesetzt und entspricht Art. 36, Abs. 2. 
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit ohne jedwelche Einwände angenommen. 
Albino Sterli ging auf das Traktandum 9.1.3 ein und erläuterte den Antrag nochmals.  
 9.1.3 Streichung Artikel 32, MPV-Statuten  Die eidgenössischen Räte haben 2011 diverse Aenderungen des Obligationenrechts beschlossen. Buchführung und Rechnungslegung sind seither rechtsformneutral geregelt, es gelten höhere Schwellenwerte für die ordentliche Revision: für KMU und Vereine bringt die Gesetzesrevision Erleichterungen. 
Auch unser Verband dürfte sich an die neuen Richtlinien halten; zudem erfüllt der MPV die Kriterien vollauf (nicht börsenkotiertes Unternehmen, unter 20 Mio Umsatz, unter 10 Vollzeitstellen, bestehende GPK), um die Jahresbuchhaltung nur von der MPV-Geschäftsprüfungskommission überprüfen zu lassen, Die MPVStatuten sehen jedoch vor, dass eine professionelle Revisionsstelle die gesamten Buchhaltung überprüfen muss. Zudem würde die Streichung von Artikel 32 jährlich Einsparungen von rund Fr. 4‘500.—an Revisionskosten mit sich bringen. 
Die Verbandsleitung und die GPK empfehlen die Streichung von Artikel 32, Abs.1  und Abs. 2 der MPV-Statuten.   
Das Traktandum wurde mit überwältigender Stimmenmehrheit ohne jedwelche Einwände angenommen. 
Der MPV-Präsident betonte ausdrücklich, dass die Zusammenarbeit mit METREBA AG immer sehr gut war und Herr Wiedler den Verband immer gut beraten habe. Da die Gesetzeslage bei der Ausarbeitung der neuen Statuten noch die alte gewesen sei hätte der Verband erst im Nachhinein reagieren können mit dem nun angenommenen Antrag.  
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Traktandum 10: hinfällig, da Traktandum 9.1.3 angenommen wurde  
Traktandum 11: goldenes Abzeichen 
Insgesamt 19 Mitglieder wurden separat schriftlich eingeladen, das goldene Abzeichen an der Generalversammlung entgegen zu nehmen. 
Manuel Suarez und Matthias Ehrenzeller nahmen die Einladung an und wurden mit Applaus und dem goldenen Abzeichen für die 20-jährige Mitgliedschaft beglückwünscht.  
Traktandum 12: Die Anwesenden haben das Wort 
Hanspeter Aeberhard ergriff das Wort und dankte dem Verband für die geleistete Arbeit.  
Traktandum 13: Varia - 
Zürich, 01. Juni 2016 für die Protokollführung 

 


Giusy Meschi                                                                       Albino Sterli

Geschäftsführerin                                                              Präsident des Metzgereipersonal-Verbandes