Liebe Leser

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Wiederum neigt sich das Jahr dem Ende – Zeit für eine Standortbestimmung. Ich lasse Revue passieren: Haben wir die uns Ende 2010 für 2011 gesteckten Ziele erreicht? Unter dem Patronat des MPV wurde in Sachen Weiterbildung einiges umgesetzt: Erstmals wurden Deutschkurse und ein Französischkurs für nicht Deutsch respektive Französisch sprechende Mitarbeitende in der schweizerischen Fleischbranche organisiert, durchgeführt und finanziert. Die Kurse fanden vor Ort in den Betrieben statt, teilweise während der Arbeitszeit. Die Kurse sind so konzipiert, dass die Mitarbeitenden besser im jeweiligen Arbeitsumfeld integriert werden können. Die Reaktionen seitens der Arbeitgeber und der rund hundert Kursteilnehmer sind durchaus positiv, sodass 2012 sowohl Fortsetzungskurse als auch wiederum Anfängerkurse durchgeführt werden. Besonders erfreulich ist, dass bereits eine Warteliste von Interessenten für Kurse ab 2013 besteht. Die Kurse stehen allen Mitarbeitenden der Fleischbranche ohne Einschränkung offen, und der durchschlagende Erfolg der Kurs-angebote, der Dank und die Wertschätzung der Beteiligten beweisen, dass Weiterbildung immer allen Beteiligten nützt – eine Win-win-Situation.

Ebenfalls unter dem Patronat des MPV fanden vier überregionale Infoveranstaltungen zum Thema «Alkohol – auf dem schmalen Weg zwischen Genuss und Sucht» statt. Wir räumen ein, dass wir ein Tabuthema aufgegriffen haben. Trotzdem – an zwei der Veranstaltungen war die Besucherzahl der Teilnehmer, darunter auch Arbeitgeber, sehr erfreulich. 2012 werden wiederum mindestens drei überregionale Veranstaltungen durchgeführt, dieses Mal zum Thema: Ein neuer Lebensabschnitt: Vorbereitung auf die Pensionierung. Durchführungsort und -daten werden laufend in «foodaktuell» publiziert. Wir sind sicher, dass diese Veranstaltungen einen noch grösseren Anklang finden werden. Bezüglich Mitgliederzahlen stelle ich fest, dass wir vor allem viele junge Neumitglieder aufgenommen haben. Ein besonderes Danke unseren Mitgliedern, welche durch die «Mund-zu-Mund»- Propaganda unseren Verband stärken und ihre Loyalität zu uns demonstrieren. Positiv zu vermerken ist, dass wir in den Abschlussverhandlungen für die Gründung eines neuen Hausverbandes stehen. Die genauen Zahlen bezüglich Mitgliederbewegung werden jedoch erst Ende 2011 bereinigt und im Jahresbericht 2011 ver-öffentlicht werden.

Das Thema Sozialpartnerschaft war im laufenden Jahr eines der Hauptthemen: Trotz der hervorragenden Zusammenarbeit im Interesse der Branche gelang es den Verhandlungsdelegationen leider nicht, sich in Sachen Lohnverhandlungen zu einigen.

Wir sind jedoch zuversichtlich, dass 2012 auch hier mit konstruktiven Gesprächen, mit gegenseitigem Entgegenkommen und gesundem Menschenverstand ein für beide Seiten positives Ergebnis erzielt werden kann. Was möchten wir als Verband erreichen? Bis wann? Mit wem? Mit welchen Mitteln? Diese Fragen wurden anlässlich der Klausurtagung teilweise beantwortet. Die Arbeiten für die Umsetzung der Beschlüsse sind am Laufen und werden ab 2012 kommuniziert. Abschliessend stelle ich mit Genugtuung fest, dass wir aus Verbandssicht ein sehr positives Jahr verzeichnen können. Ich danke unseren Mitgliedern für ihr Vertrauen und für ihre Unterstützung, den Verbandsleitungsmitgliedern für die reibungslose und angenehme Zusammenarbeit, dem Präsidenten Albino Sterli für sein ungebrochenes Engagement.
Ich wünsche Ihnen allen ein positives 2012!

Giusy Meschi, Geschäfsführerin