Auf einem soliden Bildungsfundament baut er sich besser

Auf einem soliden Bildungsfundament baut es sich besser

Je schneller sich die Welt verändert, umso wichtiger ist es, zu lernen, umzulernen, und weiter zu lernen. Doch Lernen ist nicht nur einfach, denn es bedeutet, sich mit Unbekanntem und manchmal Schwierigem auseinanderzusetzen. Wie bringt man die nötig Motivation und die erforderliche Geduld auf, um zum lebenslangen Lerner zu werden? Ganz einfach: als Berufsmann besser werden. Jeder kann in seinem Beruf noch alles verbessern, an jedem Detail arbeiten. Was treibt einen lebenslangen Lerner an? Woher kommt diese unbändige Lust, sich ständig zu verbessern und dazuzulernen? Gibt es gar ein Erfolgsgeheimnis?
Zweifellos haben derart beseelte Lerner ein tiefes inneres Bedürfnis, sich permanent zu verbessern, die Dinge zu verstehen und ihr Können weiterzuentwickeln. Dieses innere Bedürfnis ist derart ausgeprägt, dass sie sich auch vor temporären Rückschlägen nicht fürchten. Wichtig ist, dabei bewusst eine Phase in Kauf zu nehmen, in der man nicht nur gewinnen kann. Wichtiger ist, langfristig dazuzulernen, als kurzfristig Spitzenresultate zu erzielen. Diese Haltung erfordert Mut. Denn was in unserer Gesellschaft zählt, sind schnelle Resultate. Im Privaten wie im Berufsleben werden wir an unseren Resultaten gemessen. Resultate machen Eindruck. Der Prozess hingegen, der zum Ziel führt, interessiert oftmals kaum. Doch er ist entscheidend für nachhaltigen Erfolg. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in den unendlich vielen kleinen, alltäglichen Schritten, die es zum Erreichen der grossen Ziele braucht. Dabei braucht es Biss, Ausdauer, tiefes Vertrauen ins eigene Können und starke innere Motivation. Um aus eigenem Antrieb zu lernen und weiter zu lernen, braucht es Lernpower; Lernpower ist wichtiger als jedes Talent. Diejenigen, denen es an Lernpower mangelt, weichen der Anstrengung immer wieder aus. Sie schieben das Lernen auf oder wollen es so schnell wie möglich hinter sich bringen. Sie neigen häufig zur Konsumhaltung und glauben, dass das Lernen mühelos geschafft werden könne, wenn bloss der Stoff strukturiert, perfekt aufs Vorwissen zugeschnitten und motivierend vorgetragen werde. Wenn die Realität nicht ihren Erwartungen entspricht, sind sie desillusioniert und verlieren die Motivation. Wie lässt sich die Sichtweise ändern? Wie wird man zu einem motivierten Lerner? Wie lässt sich Lernpower entwickeln? Lernen heisst in erster Linie, sich mit Neuem und Unbekanntem auseinanderzusetzen, die unzähligen kleinen und grösseren Unsicherheiten und Frustrationen, die genauso zum Prozess gehören wie Fortschritte und erhellende Aha- Erlebnisse, auszuhalten – ja diese Spannung wie bei einem Kriminalroman zu lieben und geduldig dranzubleiben. Wenn der Lernende realisiert, was Lernen bedeutet, wenn er die Schwierigkeiten anders sieht, nämlich als Herausforderungen, an denen er seine Lernpower entwickeln kann, und wenn er sich tiefer mit dem Lernprozess beschäftigt, kann er das Lernen ganz neu entdecken. Lebenslange Lerner haben ein tiefes Bedürfnis, mehr zu wissen, mehr zu erforschen, ihre Kompetenzen zu verbessern und sich permanent weiterzuentwickeln. Sie sind oft experimentierfreudige Lerner. Sie lernen autodidaktisch; sie setzen sich ihre eigenen Ziele und erarbeiten die Dinge selbständig. Ihr Lernen erschöpft sich nicht im Besuch von Kursen. Sie holen sich zusätzliches Wissen aus Büchern und anderen Medien und tauschen sich mit Gleichgesinnten aus. Sie bilden sich aus eigener Initiative weiter. Das eigenständige Lernen darf auch in intensiven Lebensphasen nicht vergessen gehen. Der Faden des lebenslangen Lernens darf nicht reissen. Denn Beruf und Leben werden durch lebenslanges Lernen reicher. Jede noch so kleine Verbesserung – von einer befriedigenderen beruflichen Stellung über tragfähigere Beziehungen bis hin zur persönlichen Bildung und zur Lebensführung – basiert auf Lernen. Nehmen Sie sich dies zu Herzen!